Zweifelsohne kann man Jahrestage in Zweierbeziehungen ohne Weiteres ignorieren. Und dann bricht keine Welt zusammen. Und keine Tränen müssen vergossen werden. Und keine Kämpfe ausgetragen. Ich überlege mir seit ein paar Tagen, ob ich das nicht einfach tun sollte, einfach DAS Datum übergehen und einen ganz normalen Tag "machen". Dann muss ich nicht den ganzen Tag auf der Lauer liegen und warten und was ERwarten (immer diese Erwartungen!).
Weil - er wird nicht dran denken. Morgen. An unserem Jahrestag. Und weil ich dran denken werde, werde ich, obwohl ich weiß, dass er nicht dran denken wird, trotzdem hoffen, dass er dran denkt. In welcher Form auch immer. Er soll ja eigentlich nicht nur dran denken, sondern auch was tun. Irgendwas. Naja, nicht ganz irgendwas, mir morgens beim Frühstück die Hand schütteln und zum Jahrestag gratulieren wäre vielleicht noch ernüchternder als gar nichts. Da ich aber eh weiß, dass er nicht dran denken wird, brauche ich auch nicht ernüchtert zu sein, wenn er es dann tatsächlich tut. Also nicht dran denken.
Klar, natürlich, Blumen, Herzchen, schick ausgehen, Überraschungsgeschenke möglichst romantischer Art müssen ja nicht sein. Man kann sich ja auch nur schön zusammensetzen und ne Flasche Wein zusammen leeren und glücklich sein. Oder Bier und Whiskey. Wie damals halt. Und dann in Erinnerungen und Plänen schwelgen. Und alles Ungute weglassen, nur für einen Tag...
Aber, wie gesagt, er wird nicht dran denken. Er wird mich nicht überraschen und vom Gegenteil (meiner vorgefertigten Meinung über ihn) überzeugen.
Eine Blume? Nur eine klitzekleine vielleicht? Ohne Zusatzgrün, ohne Papier. Nur Blume und Kuss. Hm...
Muss nicht sein. Nein, muss nicht. Wird nicht. Oder doch? Oder?
We'll see...
vor 17 Jahren
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